Jeder kann: Der Ninjalooter-Guide für heroische Cataclysm-Instanzen

von 24. Dezember 2010 um 10:00 3
Jeder kann: Der Ninjalooter-Guide für heroische Cataclysm-Instanzen

Damit Ihr nicht unverrichteter Dinge das Handtuch werfen müsst und ohne den gerechten Lohn eines Abenteurers am Ende eines Instanz-Abends das Internetkabel durchbeißt, haben wir Ninjalooter uns zusammengesetzt und nützliche Tipps und Tricks für das erfolgreiche Bezwingen der „Heroics“ aus dem Hut gezaubert. Schließlich sind die neuen Herausforderungen nicht nur eingespielten Gildengruppen vorbehalten. Mit guter Vorbereitung, Kommunikation, einem Funken Ehrgeiz und Kritikfähigkeit bekommt Ihr auch über den Dungeon-Finder Eure täglichen Tapferkeitspunkte.

Die heroischen Instanzen in World of Warcraft: Cataclysm sind ohne Frage bockschwer. Zumindest während der ersten beiden Wochen der dritten Erweiterung klagen nicht wenige Spieler über Manaprobleme, unfaire Fähigkeiten der Gegner, zu komplizierte Taktiken und unnormal hohe Schadenswerte der neuen Beutespender. Wer am Ende Schuld am Versagen der Dungeon-Finder-Gruppe trägt, erfahrt Ihr in Bennys Kolumne zu Progamern und Noobs in heroischen Instanzen. Wer sich nicht mit einem „Das ist zu schwer!“ zufrieden geben möchte, folgt einfach den Ninjalooter-Tipps, um für die Herausforderungen in Zufallsgruppen gewappnet zu sein.

Benny empfiehlt: Kommunikation ist das A und O!

World of Warcraft mag das einsteigerfreundlichste MMORPG auf dem Markt sein und dennoch werdet Ihr kaum über alle spielentscheidenden Inhalte Bescheid wissen können. Denn wie für viele andere Titel gilt auch für WoW: Einfach zu lernen, schwer zu meistern. Und so orientierungslos wie Ihr wahrscheinlich zum Beginn Eurer WoW-Karriere erste Erfahrungen mit Gruppen und Bossen gemacht habt, suchen Millionen Mitspieler ebenso nach nützlichen Tipps und Hilfestellung. Daher nutzt Eure Kommunikationsmöglichkeiten.

Seid Ihr erst einmal einer Zufallsgruppe per Dungeon-Finder beigetreten, sorgen ein paar Worte im Gruppen-Chat schnell für eine angenehmere Atmosphäre – schließlich sitzen an den vier anderen Enden der Leitung ebenfalls menschliche Spieler. Wart Ihr noch nicht in der Instanz, dann lasst es Eure Mitspieler wissen. Wollt Ihr Taktiken und Tipps zu Bossen oder bestimmten „Trash-Packs“ (Gegnergruppen oder einzelne „triviale“ Gegner in Instanzen, die keine Totenkopf-Kennzeichnung haben), dann stellt Fragen im Chat. Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen und vielleicht weiß ein Mitspieler Rat.

Doch nicht nur vermeintliche „Noobs“ sind hier gefragt. Wenn Ihr Euch in einer Instanz besonders gut auskennt oder merkt, dass Eure Kompagnons in bestimmten Situationen Probleme haben, dann greift Ihnen mit Hilfestellungen unter die Arme. Selbst wenn Ihr mit viel Glück einen Boss bezwingt, hilft es, dem Heiler oder DDler, der aufgrund eines eigenen Fehlers das zeitliche Segnen musste, auf diesen Fehler hinzuweisen. Über einen guten Ratschlag kann man sich einfach nicht ärgern, wenn er nicht als Anschuldigung oder Spott formuliert wird.

Nun die große Frage des Abends: Ist TS in heroischen Instanzen Pflicht? Hier gibt es ein klares „Jain“. TeamSpeak erleichtert die Koordination oder schnelle Ansagen enorm, allerdings muss man in Zufallsgruppen nicht zwingend eine gesonderte Sprach-Software installiert haben. Jede Instanz in Cataclysm lässt sich auch ohne diese Hilfe bewältigen, wenn man sich vor einem neuen Boss einfach eine Minute Zeit nimmt. Zehn flinke Finger helfen hierbei enorm.

Imke empfiehlt: Stärkt Euren Charakter, so sehr Ihr könnt!

Heroische Instanzen sind entweder der erste Schritt in Richtung Schlachtzüge oder der letzte Schritt für Nicht-Raider der aktuellen Cataclysm-Phase. Warum also mit Verzauberungen, Edelsteinen, Sättigungseffekten und Manatränken geizen? Die wenigsten von uns werden bis zur Freischaltung der Tier-12-Stufe in voller epischer Rüstung durch das neue Azeroth ziehen. Stattdessen bekommen wir über Rufbelohnungen und heroische Instanzen die besten blauen Gegenstände, die unser Charakter für eine lange Zeit tragen wird. Was also spricht gegen Verzauberungen? Es müssen ja nicht gleich die teuersten Schadenserhöher oder die höchsten Manaregenerationen sein.

Auch blaue Rüstungen und Waffen der Stufe 333, die Ihr über die Quest-Reihen des Schattenhochlands und Uldums oder in normalen Instanzen erhaltet, können bereits über einfache Verzauberungen enorm aufgewertet werden. Dabei ziehen Euch die Rollen der Verzauberung aus dem Auktionshaus nur wenig Goldstücke aus der Tasche. Sind Euch die heroischen Instanzen zu schwer, dann könnt Ihr Euch allein hierdurch Eure Überlebenschancen mächtig steigern.

Gleiches gilt für die Edelsteine und Essensstärkungen. Wirklich jeder Juwelenschleifen und Hobbykoch verkauft seinen Krempel – den er zum Erreichen der neuen, maximalen Berufsstufe herstellen muss – derzeit für wenig Gold im Aktionshaus. Auch hier reichen bereits die einfach grünen Steinchen aus, um Euren Werten einen gehörigen Schub zu geben. Ein Heiler, der im Zweifelsfall ein paar Sekunden länger die Gruppe am Leben halten kann und kräftigere Schadensausteiler, die den Kampf schneller beenden können, sind vor allem in Zufallsgruppen Gold wert. Immerhin erhaltet Ihr für jede gemeisterte Instanz zwischen 40 und 83 Gold. Da lohnt sich eine Investition doch gleich doppelt.

Und auch zwischen den Kämpfen kann jedes Mitglied etwas zum allgemeinen Wohlbefinden der Gruppe beitragen: Esst Euch mal so richtig satt und trinkt einen Schluck! Uns Heilern geht dank der Änderungen an der Heilmechanik mit Cataclysm wesentlich schneller die Puste aus. Selbst Trash-Gruppen – die oftmals kniffeliger als die eigentlichen Boss der Instanz sind – zwingen uns  zum Verschnaufen und Trinken. Wartet in dieser Zeit nicht darauf, dass der Heiler Euer angeschlagenes Leben wieder auffüllt, sondern werft schnell selbst einen Happen ein. Für wenige Goldstücke verkauft Euch jeder Gastwirt in Azeroth köstliche Hochlandgranatäpfel, die im Handumdrehen den grünen Balken wieder auffüllen und dem Heiler ein zweites Trinkgelage ersparen.

Ramon empfiehlt: Spielt miteinander, nicht gegeneinander!

Vor allem wenn Ihr nicht auf Sprach-Software wie den integrierten Voice-Chat oder TeamSpeak setzt, solltet Ihr die Möglichkeiten Eurer Gruppe zumindest in Grundzügen kennen. Wer kann Gegner für kurze Zeit außer Gefecht nehmen? Welche Stärkungszauber ergänzen oder überschreiben sich? Wie heilt ein Schamane? Können wir den Bedrohungsaufbau des Tanks unterstützen oder die schlimmsten Fähigkeiten der Gegner gezielt unterbrechen?

Natürlich sollte jeder seine eigene Klasse kennen und stets alle Fähigkeiten in der passenden Situation selbstständig einsetzen, aber es kann nie schaden, wenn man etwas Verständnis für andere Klassen mitbringt. Sicher wird niemand von Euch erwarten, dass Ihr einem anderen WoWler das Spielen beibringen müsst, aber Tipps in bestimmten Situationen zu geben, hilft letztendlich auch Euch.

Und wieder einmal könnt Ihr Eurem Heiler einen besonderen Gefallen tun, wenn Ihr ein bisschen Verständnis für seine Klasse mitbringt. Mit Cataclysm verfügen nunmehr alle Lebensretter über bestimmte Mechaniken, die sie erst dann vollends ausspielen können, wenn ihnen die Gruppe unter die Arme greift. So stellen Heiligpriester beispielsweise einen goldenen Gesundheitsbrunnen auf, der Euch nach einem einfachen Klick jede Menge Leben wiederherstellen kann. Nutzt diese Möglichkeit, um das Mana des Priesters zu schonen. Außerdem ist es immer von Vorteil, wenn ihr im Heilender Regen (erkennt Ihr am blauen Kreis am Boden und einem leichten Regeneffekt) eines Schamanen, Wildwuchs (erkennt Ihr am grünen Kreis am Boden und einem leichten Blätterrascheln) eines Druiden und Kreis der Heilung (erkennt Ihr am goldenen Kreis am Boden und goldenen Funken) eines Priesters stehen bleibt, um die gesamte Heilung zu erhalten.

Etwas kniffeliger ist es hingegen beim Paladin. Dieser kann seine Gruppenheilung nur gezielt in einem kegelförmigen Bereich vor sich wirken. Sollten es Boss-Gegner und Trash-Gruppen erlauben, dann steht als Fernkämpfer immer zusammen. Ein guter Paladin wird immer versuchen, hinter Euch zu stehen. Das klappt jedoch nur, wenn Ihr nicht zu verteilt durch die Gegend rennt.

Doch nicht nur die Heiler sind auf Eure Mitarbeit angewiesen. Auch Schadensausteiler freuen sich über Tanks, die gegnerische Gruppen in ausreichendem Abstand zu kontrollierten Feinden beschäftigen. So kann könnt Ihr gefahrlos Eure geballte Feuerkraft auf die einzelnen Ziele entfesseln. Auch ein gut verteiltes Anregen oder eine Gruppenheilung eines Schadensausteilers zur rechten Zeit, können Gold wert sein.

Stephan empfiehlt: Geht gezielt gegen einzelne Gegner vor!

Konntet Ihr in den vergangenen zwei Jahren meist bedenkenlos Flächenschaden zur Bekämpfung der Schergen des Lichkönigs einsetzen, läuft der Hase in Cataclysm ganz anders. In den wenigsten Situationen ist es sinnvoll, ganze Gruppen gleichmäßig zu schädigen. Meist solltet Ihr den Fokus auf ein einzelnes Ziel richten. Hierzu bieten sich die integrierten Schlachzugssymbole an, die jedes Mitglied der Gruppe auf die Gegner verteilen kann. Dass diese bunten Zeichen nicht nur zur Aufhübschung der Finsterlinge dienen, ist klar.

Die meisten Tanks können seit Cataclysm nur noch auf wenigen Zielen besonders gut Bedrohung aufbauen. Meist lassen sich die Aufmerksamkeit von drei Zielen problemlos halten. Jedes weitere Ziel wird nur minimal an den Tank gebunden sein. Konzentriert Euch also auf den Totenkopf, der fast schon standardmäßig von Tanks in heroischen Instanzen gesetzt wird. Dieser Gegner sollte steht zuerst sterben, da er entweder besonders gefährlich ist oder der Tank schlicht am meisten Bedrohung an diesem Ziel aufbauen wird. Oftmals dient ein weiteres Zeichen als Markierung Eures zweiten Opfers. Auch hier gilt wieder einmal: Sprecht Euch am Anfang der Instanz ab, wer die Ziele setzt und was mit diesen geschehen soll.

Ohnehin ist es angebracht, wenn Ihr die Schlachzugssymbole bei Trash-Gruppen nutzt. Magier können auf diese Weise ihre Schafe markieren, während ebenso Vergelterpaladin, Jäger, Schamanen, Druiden, Hexenmeister und Priester ihre jeweiligen Kontrollziele kenntlich machen können. Somit sind die oftmals als unschaffbar erscheinenden Gegnergruppen im Handumdrehen gemeistert und Euer Heiler und der Tank werden wesentlich seltener wegen Herzbeschwerden und Stresserscheinungen ihren Hausarzt konsultieren müssen.

Lars empfiehlt: Kontrolle ist wichtiger als Schaden!

Schadensklassen freuen sich immer über möglichst hohe Schadenswerte, schließlich können sie nichts anderes, als ihren Gegnern ordentlich einen einzuschenken. Stimmt nicht! Gerade mit Cataclysm und in heroischen Instanz ist es besonders wichtig, dass Ihr Euer ganzen Repertoire an Fähigkeiten zum Einsatz bringt. Oftmals kann ein Heiler den Schaden, der auf den Tank oder die Gruppe einprasselt, nicht einfach gegenheilen. Diese Zeiten sind definitiv vorbei.

Nicht nur die vollständige Kontrolle durch Schafe, Frösche, Furchteffekte, Wurzeln, Buße oder Verbannung tragen erheblich dazu bei, den Schaden auf die Gruppe zu minimieren. Ebenso essentiell sind Zauberunterbrecher, kurzzeitige Effekte, die den Gegner für wenige Sekunden handlungsunfähig machen, oder Verlangsamungseffekte. Denn jeder Zauber, der von Euch unterbrochen wird, gibt dem Heiler ein paar Sekunden Luft, die angeschlagenen Gruppenmitglieder zu versorgen.

Hinzu kommt, dass nicht immer alle Gegner dem Tank überlassen werden müssen. Warum splittet Ihr den ankommenden Schaden nicht einfach auf? Während Euer Fels in der Brandung die Aufmerksamkeit der meisten Gegner auf sich zieht, kann es gelegentlich von Vorteil sein, wenn sich die drei Schadensklassen eine einzelne Magieklasse herauspicken und diese schnellstmöglich ins Jenseits befördern. Da Zauberer an allen Klassen ähnlich hohe Schadenswerte verursachen, könnt Ihr auf diese Weise zu viel Druck auf dem Tank vermeiden. Alternativ könnt Ihr aber auch Nahkämpfer durch Verlangsamungseffekt im Raum spazieren führen, ohne dass sie auch nur einen Treffer landen können. Ohne Magier sind Instanzen nicht schaffbar? Das war gestern. Gewusst wie, lautet die Losung.

Karsten empfiehlt: Lernt aus Euren Fehlern, achtet auf die Umgebung!

Fehler passieren jedem. Mag die Boss-Erklärung auch noch so gut sein, oftmals muss man den Kampf erst einmal erlebt haben, um die Fähigkeiten und die einzelnen Phasen richtig einschätzen zu können. Wichtig ist jedoch, dass Ihr den Kopf nicht in den Sand steckt, wenn einmal etwas schief geht. Es ist auch nicht sonderlich hilfreich, wenn Ihr Eure Mitspieler bei jeder kleinen Schusseligkeit patzig anmault. Das hilft weder Euch noch den anderen Nutzern des Dungeon-Finders. „Achtet auf die schwarzen Flächen auf dem Boden und lauft sofort aus ihnen heraus“, ist immer eine hilfreichere Bemerkung als „Voidzone!!111“

Ein guter Spieler hat in heroischen Instanzen immer sich, seine Mitspieler und die Umgebung im Blick. So seht ihr frühzeitig, wohin der Tank mit dem Boss im Schlepptau läuft oder wie sich der Heiler neu positionieren musste, um die gesamte Gruppe in Reichweite zu haben. Einfach wild in der Gegend herumzurennen, ist nie ein guter Plan. Vor allem in Kämpfen, in denen Ihr immer wieder schädigenden Effekten wie Wirbelwindattacken ausweichen müsst, gilt es den Überblick zu behalten. Könnt Ihr im normalen Modus noch so manche Fähigkeit der Bosse ignorieren, wird sie in der heroischen Version wahrscheinlich Euer Tod sein, wenn Ihr nicht schnell genug reagiert.

Doch nicht nur Zauber und Attacken der Bosse könnt Ihr mit ein bisschen Übung umgehen. Als ebenso wichtig kann sich das Gelände erweisen. Heiler können ihre Zauber nun einmal nicht über Treppenabsätze oder um Ecken wirken, da hierdurch die direkte Sichtlinie zum Heilziel unterbrochen wird. Versucht Kämpfe am oberen Ende einer Treppe am besten ganz zu vermeiden.

Während diese Sichtlinienprobleme Euren Heiler zur Weißglut treiben können, vermeidet Ihr durch geschicktes Ausnutzen von Kanten das ungewollte Anstürmen von Patrouillen oder weiterer Gruppen. Hierzu müsst Ihr einfach Eurem Tank die Aufmerksamkeit einer neuen Gruppe überlassen, sodass dieser erst einmal in aller Ruhe hinter einer Kante Schutz suchen kann. Da nun auch feindliche Fernkämpfer ihr Ziel nicht mehr erreichen können, werden sie gedankenlos in Nahkampfreichweite zum Tank rennen. Auf diese Weise zieht Ihr eine gesamte Gruppe ohne Probleme aus gefährlichen Bereichen oder engen Räumen.

Kommentare

3 Wordpress-Kommentare

  1. Für mich selbst zwar nicht wirklich interessant, aber dennoch ein schöner „Guide“ 🙂

    Gutschen Rutsch Euch allen!
    Grueni

  2. Pingback: Noobs vs Progamer – Benny blickt mit der Schwarz-Weiß-Brille auf Cataclysm | Ninjalooter.de

  3. Velathian empfiehlt : Nach drei Bier ist ein Wipe gar nicht mehr schlimm!

    🙂

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