RPC 2011: Realität trifft Virtualität kritisch

Benny 2019: Brettspiele mit Miniaturen spielen, Kindern Zöpfe flechten und am PC mehr programmieren als Videospiele spielen. Zeiten ändern sich. Veröffentlicht vonBenny Matthiesen

Die RPC 2011 lockt wieder einmal in die gut klimatisierten Messehallen der Rheinmetropole Köln. Die Ninjas nutzen die Gunst der Stunde, um die in alle Herrenländer verstreuten Teammitglieder zusammenzutrommeln und gemeinsam dem bunten Treiben beizuwohnen. Bereits am ersten Messetag steht eins fest: Tabletop, Brettspiele, LARP und Parkplatzpreise stehen in diesem Jahr im Fokus der Messe; virtuelle Helden warten auf die GamesCom 2011.

Deutschland, Bonn, 6. Mai 2011, Freitagabend: Die Ninjas treffen am Vorabend der RPC 2011 nach und nach in Imkes Domizil ein. Das erste Kölsch seit der GamesCom des vergangenen Herbstes schmeckt ganz natürlich bedenklich. Doch die schale Brühe wird uns die nächsten drei Tage begleiten; schädlich ist das Gebräu jedoch nicht, erzählt man sich.

Nach einer kurzen Nacht erleben die Ninja-Insassen im vollgepackten Kleinwagen auf dem eigens für die Messe angelegten Parkplatz die erste Überraschung des Tages. Eine liebreizende Stimme flötet an der Zufahrt zur provisorischen Schotterpiste: „Parken: 8 Euro, bitte.“ Die Kölnmesse bittet zur Kasse. Ob die Hundertschaften, die sich rund um den Südeingang der Messe in Stellung bringen, zum Schutze unseres Vehikels abgestellt sind oder doch rein zufällig eine parallel stattfindende Demonstration begleiten, ist ungewiss. Bei dem Preis gehen wir wohlwollend von Ersterem aus.

Zum ersten Mal sorgt die Role Play Convention gemeinsam mit der Gothica dieses Jahr für ein noch bunteres – nein, schwärzeres Treiben. Am Eingang der Messe mischen sich LARPer, Videospiele-Nerds, Tabletop-Profis, „Gruftis“ und Schaulustige munter durcheinander und wahrscheinlich hält jeder seinen Gegenüber für den größten Freak – Irrsinn liegt schließlich im Auge des Betrachters. Ganz anders gestaltet sich jedoch die Raumaufteilung in den beiden gut gefüllten Messehallen. Während sich die schwarze Szene mit ihren weiten Roben und anmutigen Gewändern nicht aus einer kleinen Ecke voller Verkaufsstände heraustraut, belegen die Tabletop-Spieler und LARPer beizeiten die restlichen Areale. Auf dem Mittelaltermarkt außerhalb der Hallen kommen sich die unterschiedlichen Gruppierungen bei deftig Gegrilltem und reichlich Met allmählich näher.

Zurück in den Hallen: Würfel rollen, Karten werden gedreht, entstellte Gestalten scharen sich um Spieltische voller Miniaturfiguren und nirgends ist ein flimmernder Monitor zu erblicken. Viel mehr noch als in den vergangenen Jahren haben sich die Videospielehersteller von der RPC zurückgezogen. Nur wenige Aussteller wie Square Enix mit Dungeon Siege 3, Bethesda mit Hunted und das Team von buffed halten die Flagge der virtuellen Rollenspieler hoch. Und hunderte Besucher tummeln sich vor den Leinwänden der Bühnen, zerfleischen sich scheinbar, während sie eines der in die Meute geworfenen Goodies zu fangen versuchen und jubeln den Entwicklern von Black Prophecy, Guild Wars 2 und Drakensang Online während der Präsentationen zu – auch wenn die RPC zu unserem Leidwesen nicht mit brisanten Enthüllungen auftrumpfen kann. Aber was schreib ich hier? Bilder sagen mehr als tausend Worte und der Grill ruft. Und es wird wirklich wieder nur Kölsch geben. Was tut man nicht alles, um sich zu integrieren…

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19 Kommentare

  1. Hach ich bin so neidisch auf euch.
    Ich hoffe ihr hattet ne Menge Spass und erzählt auch was darüber

  2. Was für ein Poser-Artikel Benny (Dürfen EA-Mitarbeiter eigentlich Kölsch zu sich nehmen? Ich dachte ihr esst nur Kontoauszüge und verbrennt Geld )! 😀

    Haggy du bist nicht allein, ich konnte auch nicht auf die RPC und ich könnte mir in den Hintern beißen, wenn ich allein schon das Alexstrasza-Girl sehe. Aaaargh!!!

    Grüße
    (Sonntags arbeiten is was feines *gnarf*)

  3. Ich war da *freu*

    Die Gestalten da werden immer interessanter, aber, wie oben geschrieben, vermisse ich die Videospielhersteller.

    Naja, man kann nicht alles haben, mein Highlight war Jan Hegenberg, der die Computerspiele immernoch sehr schön in Szene setzt 😉

    Wenn nach einem Messetag jede Zelle schmerzt und man kaum noch die letzten Schritte zum Wagen laufen kann, dann weiß man, das man was erlebt hat.

  4. „Die schale Brühe Kölsch…“ Pfff^^

    *Kölsch aufmach und genieß*

    Durfte leider auch arbeiten… immerhin genügend Sonne abbekommen dabei.^^

  5. War wieder prima – hat wie immer Spass gemacht, auch die Ninja’s wieder auf einem „Haufen“ anzutreffen zu können. Danke Ninja’s

  6. Bin auch gerade wieder daheim angekommen. Dank doofen Baustellen auf (süd-)deutschen Autobahnen zwar etwas später als geplant, aber immerhin in einem Stück! 😉

    Schön war’s in Köln! So viele bekannte Gesichter… 🙂 Ich freue mich jetzt schon total auf die GC im August.

    1. Da kann ich mich dem Lars nur anschließen!
      Es war ein super tolles Erlebnis mit vielen richtig lieben Leuten, danke das ihr mir das ermöglicht habt Ninjas 🙂

    2. Die Leute waren dieses Jahr mit AAAAbstand das beste an der RPC 🙂 Ist ja ganz schön geschrumpft im Vergleich zu 2009.

      Wenigstens die Deus Ex-Präsentation hat mir gut gefallen – gerade von Guild Wars 2 erwarte ich mir aber deutlich mehr auf der Gamescom.

    1. Das ging mir genau so. 😀 Mir haben besonders die Freebooters-Miniaturen gefallen. Aber ich habe ja noch einige hundert Punkte an Warhammer-Zwerglein, die noch einen Anstrich benötigen… 😉

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