Dark Souls 3: Spielspaßhilfe – 5 Tipps für Neueinsteiger

von 6. April 2016 um 14:13 3
Dark Souls 3: Spielspaßhilfe – 5 Tipps für Neueinsteiger

Mit strahlenden Augen und voller Begeisterung reden Fans von FromSoftwares Dark-Souls-Reihe davon, wie grandios doch die Action-Rollenspiele seien. Neueinsteiger verzweifeln hingegen häufig an deren Sperrigkeit. Wir geben fünf Tipps, wie ihr als Neueinsteiger den meisten Spielspaß aus Dark Souls 3 herausholt. Natürlich spoilerfrei.

Im Video zu den 5 Spielspaßhilfen für Neueinsteiger zeigt Benny ausschließlich Szenen aus den ersten fünf Minuten des Tutorial-Einstiegs und des Intros.

1. Vistas und Umgebung betrachten

Wie schon in den Vorgängern ist auch in Dark Souls 3 die Spielwelt der eigentliche Star. Klar, Boss-Gegner und NPCs, die ihr auf euren Reisen trefft, tragen ebenfalls gehörig zur Atmosphäre des Spiels bei und dennoch ist es die Welt, die mehr über das Spiel verrät.

„Vistas“ ist der englische Begriff für eine Aussicht auf entlegene Landschaften. Ihr könnt es auch als Ausblick oder Rückblick verstehen. Und Director Miyazaki ist ein Meister im Schaffen dieser Aussichtspunkte. Immer wieder werdet ihr in Dark Souls 3 an Orte geführt, die euch einen fulminanten Ausblick über künftige Gebiete geben werden. Genießt die Sicht und saugt die Details der entfernten Landschaften auf. Denn in der Dark-Souls-Welt gilt der Slogan: Was ihr seht, werdet ihr auch bereisen dürfen. Und oftmals lassen sich in der Ferne bereits lohnende Schätze erspähen.

Neben diesen Ausblicken auf Künftiges hat das Design-Team es geschafft, immer wieder Rückblicke auf längst zurückgelegte Wege und Ortschaften einzubinden. Sei es vom Rande einer Klippe oder durch die vergitterten Fenster einer Burgruine: In Dark Souls 3 wisst ihr stest, wo sich euer Charakter derzeit in Relation zu anderen Gebieten befindet. Und das kann nach 10 oder 20 Stunden für grandiose Momente sorgen.

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2. 3-Dimensionale Welt – Umsehen

Wie kaum ein anderes Spiel ist sich Dark Souls 3 bewusst, dass sich euer Charakter durch einen 3-dimensionalen Raum bewegt. Zu vor, zurück, links und rechts gesellen sich damit auch oben und unten. Nutzt den Rundumblick um euren Charakter, um clever platzierte Verstecke, geheime Wege, aber auch Gefahren und Hinterhalte frühzeitig aufzudecken. Häufig könnt ihr lauernde Feine nämlich bereits aus der Ferne sehen, wenn ihr von einem Wehrgang zu den höher gelegenen Arealen einen Burg blickt oder in einem unterirdischen Labyrinth hinter Felsvorsprünge späht. Nicht selten hängen Feinde an Decken und lauern nur darauf, eurem Charakter in den Nacken zu springen.

Außerdem gilt auch in Dark Souls 3: Die Welt erzählt ihre eigene Geschichte. Ist der vor euch liegende Weg verkohlt, dann lauert womöglich ein feuerspeiendes Ungetüm auf unvorsichtige Reisende. Außerdem lässt sich anhand der Umgebung häufig herauslesen, welche Angriffe und Anfälligkeiten für bestimmte Schadensarten kommende Feinde bereithalten. Ihr befindet euch im Land der Magier? Dann ist es womöglich keine kluge Idee, die Spezialität der Feinde gegen sie einzusetzen. Im Gegenzug werdet ihr mit großer Wahrscheinlichkeit magische Beute, seien es Waffen, Rüstungen oder gar Zauberfolianten, erbeuten. In Dark Souls 3 sind Beute und Belohnungen nämlich nicht willkürlich in der Welt platziert. Zudem könnt ihr illusionäre Wände und Geheimgänge nur bei genauer Betrachtung eurer Umgebung erspähen.

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3. Nicht nach Waffenguides suchen

Beste Waffe für Stärke-Charaktere? Welche Geschicklichkeits-Waffe macht den meisten Schaden? Wie sollte ich meinen Charakter entwickeln? Diese Suchanfragen finden sich häufig in Foren zu Souls-Spielen. Dabei ist die einfachste Antwort: Spielt das, was euch Spaß macht. Nichts ist schlimmer, als Dark Souls 3 nach Guide-Vorgaben oder auf die scheinbar beste Art zu spielen.

Das liegt vor allem daran, dass jeder von euch ein anderer Spielertyp ist. Manch einer mag den Kampf mit schnellen Schlägen, die dafür vergleichsweise wenig Schaden pro Schlag verursachen. Andere wiederum schwören stattdessen auf wenige, kräftige Hiebe. Zu beachten ist dabei, dass die Qualität der Waffen in Dark Souls 3 nicht allein an Schadenszahlen festzumachen ist: Ausdauerverbrauch, Schlaganimation, Reichweite und – jetzt neu – Spezialmanöver der Waffenfertigkeiten unterscheiden sich von Schlaggerät zu Schlaggerät. Einzig der Kampf mit magischen Angriffen wie Zauber und Wunder könnte für Neueinsteiger etwas kompliziert sein.

Außerdem geht nichts über die Genugtuung, alleinig für den Erfolg verantwortlich zu sein und nicht nur den Vorgaben aus dem Internet gefolgt zu sein.

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4. Sucht das Gespräch mit NPCs

Die Geschichte eures Charakters ist eng mit der Geschichte der Spielwelt von Dark Souls 3 verbunden. Häufig hört man die Behauptung, dass es in Souls-Spielen gar keine echte Handlung, sondern ausschließlich „Lore“, also Hintergrundwissen zur Welt gäbe. Das ist natürlich Mumpitz. Seit Demon’s Souls wissen wir, dass die Geschichte der Welt eng mit eurem Abenteuer verbunden ist. Nur wer um die Länderein und deren Vergangenheit weiß, in denen er sich bewegt, wird verstehen können, was er augenblicklich erlebt.

Besonders wichtig für dieses Weltwissen sind NPCs, die ihr auf euren Reisen treffen werdet. Natürlich geben euch auch Gegenstandsbeschreibungen Hinweise auf die Spielwelt, aber das ist meist Bonuswissen. Im Gespräch mit den skurrilen Charakteren der Welt werdet ihr ausreichend Wissen erlangen. Doch das kann leicht übersehen werden. NPCs können und müssen nämlich mehrfach angesprochen werden. Immer wieder haben sie etwas Neues zu erzählen. Nutzt also die „Reden“-Aktion, bis sich die Sätze eures Gegenübers wiederholen. Das mag kein schöndes Gamedesign sein, ist aber seit dem ersten Teil der Reihe Standard. Außerdem sorgen bestimmte Aktionen in der Spielwelt dafür, dass bereits vollständig ausgepresste NPCs neue Informationen oder gar Entscheidungen preisgeben. Ihr habt einen Boss-Gegner erlegt? Dann kehrt zurück zu eurem Ausgangshub, an dem sich die NPCs angesiedelt haben und klappert einem nach dem anderen wieder ab. Oder seid ihr einem neuen Eid beigetreten? Das mag vielleicht einem anderen NPC gar nicht passen. Zudem gibt es zu jeder Zeit im Spiel einen NPC, der weiß, was ihr als nächstes erledigen solltet. Ihr müsst ihn nur finden.

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5. Zurückkehren

Die ständige Rückkehr zu längst abgehakten Charakteren ist ein wichtiges Element der Souls-Reihe. Denn das Kryptische der Spielwelt, das angebliche Fehlen von Erklärungen und das scheinbare Fehlen von Handlung lässt sich bei einem guten Humpen Siegbräu mit alten Bekannten häufig aus der Welt schaffen.

Gleiches gilt auch für die Spielwelt selbst. Zwar verändert sich die Spielwelt nicht mit fortschreitender Spieldauer, allerdings sorgen NPC-Quests (für die es weder ein Tagebuch noch Ausrufezeichen über den Köpfen gibt) dafür, dass zu bestimmten Zeitpunkten an bestimmten Stellen im Spiel einzigartige Ereignisse ausgelöst werden. Als Neueinsteiger werdet ihr viele dieser Ereignisse verpassen. Weil euch die subtilen Zeichen und Andeutungen in Gesprächen nichts sagen werden. Aber grundsätzlich ist es immer eine gute Idee, nach einigen Spielstunden noch einmal an bereits besuchte Orte zurückzukehren. Dank Leuchtfeuer-Teleportation kostest das auch kaum Zeit.

Zudem solltet ihr euch – vielleicht nur geistige – Notizen zu versperrten Wegen und verschlossenen Toren machen. Immer wieder werdet ihr auf NPCs treffen, die euch mit Schlüsseln oder auf andere Weise einst versperrte Areale zugänglich machen.

Mit diesen fünf Spielspaßtipps für Neueinsteiger könnt ihr mehr aus eurem Dark-Souls-3-Abenteuer herausholen als wenn ihr blind und taub von einem Boss-Gegner zum nächsten hetzt. Nehmt euch Zeit und genießt die Spielwelt mit allen Sinnen. 

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