WoW: Blizzards Real-ID komplett im Spiel deaktivieren! +Update

Benny 2019: Brettspiele mit Miniaturen spielen, Kindern Zöpfe flechten und am PC mehr programmieren als Videospiele spielen. Zeiten ändern sich. Veröffentlicht vonBenny Matthiesen

Der Real-ID-Blizzard bläst noch immer durch die WoW-Foren der ganzen Welt, da machen auch schon neue, besorgniserregendere Gerüchte die Runde: „Die Real-ID kann jederzeit Ingame von Interface-Addons ausgelesen werden, auch wenn Ihr keine Freunde über Blizzards Community-Feature Real-ID verwaltet. Ein einfacher Suchstring gibt dabei den realen Vor- und Zunamen des Spielers in Klarschrift aus. Wie bitte? Man nutzt das System nicht und wird dennoch mit dem öffentlichen Namen ausgewiesen? Wir zeigen Euch, wie Ihr dank der „Elterlichen Freigabe“ die Real-ID komplett deaktiviert.

Update vom 15. Juli 2010:

Anstatt Eures Vor- und Zunamens gibt der entsprechende Chat-Befehl nun Euren Charakternamen Ingame aus.

[tab: Real-ID kann nicht mehr von Addons ausgelesen werden; style=blizz]

Update

Wir haben einen Hotfix aufgespielt, der diese LUA-Funktion sperrt und diesen Scriptbefehl aushebelt. Wir danken für eure Meldungen!

Quelle
[tab:END]

Originalbeitrag vom 9. Juli 2010:

Vorbemerkung: Wir wollen an dieser Stelle nicht über die Vorzüge, Nachteile oder die rechtliche Sachlage der Real-ID diskutieren. Uns geht es ausnahmsweise nur um die Tatsache, dass auch bei Nichtnutzung der Community-Features der Real-ID die Daten zugänglich zu sein scheinen, wenn Ihr mit dem World of Warcraft Patch 3.3.5 die geänderten Nutzungsbedingungen akzeptiert habt.

Über einen einfachen Ingame-Befehl (der an dieser Stelle nicht weiter verbreitet werden soll) könnt Ihr Euch Euren eigenen Vor- und Nachnamen im WoW-Chat ausgeben lassen, um zu überprüfen, ob die Real-ID-Funktion auf Eurem battle.net-Account aktiviert ist. Soweit scheint das nicht tragisch zu sein, da Ihr schließlich ohnehin wisst, wie man Euch im ganz normalen Leben nennen darf. Ärgerlich wird es hingegen durch die Tatsache, dass dieser Standard-Befehl auch innerhalb von Interface-Addons genutzt werden kann. Somit ist es theoretisch möglich, dass jeder Addon-Programmierer Euren realen Vor- und Zunamen auslesen und gegebenenfalls Ingame nutzen und versenden kann.

Bereits jetzt geistern eine Liste und Screenshots populärerer Addons durch die WoW-Foren, die diese Real-ID-Funktion nutzen sollen. Wie sich zwischenzeitlich herausstellte, sind einige der veröffentlichten Screenshots jedoch Fakes, weswegen wir an dieser Stelle auf eine Nennung der Addons verzichten wollen. Zu schnell stellen sich dieser Tage Gerüchte als falsch und unbegründet heraus – Anprangern hilft da niemandem!

Um Euch absolut sicher von der Real-ID zu trennen, bleibt Euch nur der Umweg über die „Elterliche Freigabe“. Diese erlaubt es Euch – neben der Einstellung fester Spielzeiten und einer Übersicht über Eure tatsächliche Online-Zeit – die neuen Community-Funktionen komplett zu deaktivieren. Wollt Ihr ohnehin keine Freunde per Real-ID verwalten, ist diese Option das derzeitig einzige Mittel, geschützt WoW zu genießen.

  1. Sucht die offizielle battle.net-Seite der Elterlichen Freigabe auf: https://eu.battle.net/account/parental-controls/index.html
  2. Falls Ihr zum ersten Mal auf diesen Dienst zugreift, müsst Ihr Euren battle.net-Account mit einer E-Mail-Adresse verbinden, auf der Ihr den Zugang zu Elterlichen Freigabe erhaltet. Diese E-Mail-Adresse kann durchaus mit Eurem battle.net-Account übereinstimmen.
  3. Wenn Ihr auf die Elterliche Freigabe zugreifen wollt, müsst Ihr die eben angegebene „E-Mail-Adresse des Erziehungsberechtigten“ erneut eingeben, um auf diese einen temporären Link zu den Optionen der Elterlichen Freigabe zu erhalten.
  4. Die Optionsseite deaktiviert das Freundschaftssystem automatisch, sodass Ihr theoretisch keinerlei Einstellungen vornehmen müsst, wenn Ihr Euren battle.net-Account mit der Elterlichen Freigabe verknüpft habt.
  5. Paranoide Zeitgenossen, wie ich einer bin, dürfen dennoch das Häkchen bei der Option „Freundschaftsystem aktivieren“ setzen, wieder entfernen und die Einstellungen anschließend speichern.
  6. Der battle.net-Account verfügt nun nicht mehr über die Funktionen der Real-ID, sodass Eure privaten Daten nicht länger per Ingame-Befehl oder Interface-Addon ausgelesen werden können.


Update:

Blizzard ist sich der Tatsache wohl bewusst, dass die Real-ID per Addon ausgelesen und theoretisch versendet werden kann. Blue-Poster Tyryndar sieht die Verantwortung jedoch beim Spieler. Gleichzeitig schließt er es nicht aus, dass die Funktion eventuell zu einem späteren Zeitpunkt deaktiviert werden könnte.

[tab:Blue-Post zur Real-ID in Addons; style=blizz]
Es ist nicht auszuschließen, dass dies in Zukunft deaktiviert wird. Dies geschah auch schon mit anderen LUA-Funktionen. Dazu können wir im Augenblick allerdings noch nichts sagen. […]

Die Real ID-bezogenen Änderungen sind in den Nutzungsbestimmungen des Battle.net (http://eu.blizzard.com/de-de/company/about/termsofuse.html) vermerkt. Es gab dazu auch eine zu bestätigende Abfrage. […]

Das ist korrekt. Die Elterliche Freigabe kontrolliert den Zugang zum Real ID-Feature. Wenn der Besitzer des Accounts den Zugang zu diesem Feature sperrt, kann dies auch nicht von irgendwelchen Addons umgangen werden.

Nochmals: Hier werden keine Informationen ausgelesen. Sie können nur vom Client des Spielers verschickt werden. Die Kontrolle darüber hat der Besitzer des Accounts – dadurch, dass er sich nicht an einem Computer einloggt, wo ein solches Addon installiert ist, oder indem er die Elterliche Freigabe aktiviert.

Wie auch schon im anderen Beitrag erwähnt bitten wir aber auch hier noch einmal darum, sich für Diskussionen zur Real ID an das Allgemeine oder (je nach Art des Beitrags) das Vorschlagsforum halten sollte. Bitte weicht nicht vom eigentlichen Thema ab.

~ Tyryndar
Quelle: Deutsches WoW-Forum
[tab:Ankündigung der Real-ID im WoW-Forum]
Vor kurzem haben wir das Freundschaftssystem vorgestellt (http://eu.battle.net/realid/) und bieten euch damit eine neue Möglichkeit, mit euren Freunden im neuen Battle.net in Kontakt zu bleiben. Heute möchten wir euch einen Ausblick auf unsere Pläne für die Verbindung dieses Systems mit unseren offiziellen Foren geben und unsere Philosophie hinter diesen Änderungen erläutern. Außerdem werden wir euch einige neue Funktionen vorstellen, die wir geplant haben und von denen wir erwarten, dass sie die Qualität der Diskussionen verbessern und die Foren zu einem noch besseren Ort für jeden Besucher machen werden.

Die erste und wichtigste Änderung ist, dass in naher Zukunft alle Teilnehmer in den offiziellen Blizzard-Foren ihre Beiträge und Antworten mit ihrem richtigen Vor- und Nachnamen verfassen werden. Zusätzlich werden sie die Möglichkeit haben, auch den Namen ihres Hauptcharakters anzeigen zu lassen. Diese Änderung wird zunächst in allen StarCraft II-Foren in Kraft treten, wenn die neue Community-Seite vor dem Erscheinen des Spiels am 27. Juli veröffentlicht wird. Die World of Warcraft-Seite und die zugehörigen Foren werden folgen, wenn das Erscheinen von Cataclysm näher rückt. Die klassischen Battle.net-Foren, inklusive der Diablo II und Warcraft III-Foren, werden mit der Veröffentlichung der StarCraft II Community-Seite in einen Forenbereich für Legacy-Titel umziehen. Sobald dies geschehen ist, werden in diesen Foren ebenfalls Beiträge unter dem realen Namen erstellt.

Die offiziellen Foren waren schon immer ein großartiger Ort, um über die letzten Neuigkeiten zu unseren Spielen zu diskutieren, Ideen und Vorschläge anzubringen oder Erfahrungen mit anderen Spielern zu teilen. Allerdings haben die Foren im Laufe der Zeit auch den Ruf erlangt, ein Ort zu sein, in dem so genannte „Flame Wars“, Trollerei und andere unerfreuliche Dinge gedeihen. Wenn der für Online-Unterhaltungen typische Schleier der Anonymität entfernt ist, wird dies zu einer besseren Umgebung in den Foren führen, konstruktive Unterhaltungen fördern und die Blizzard Community auf eine Art und Weise zusammen bringen, in der sie bisher nicht verbunden war. Mit dieser Änderung werden auch die Verfasser von blauen Beiträgen (Blizzard-Mitarbeiter) ihren richtigen Vor- und Nachnamen im Forum verwenden.

Darüber hinaus planen wir weitere Features, die das Lesen der Foren angenehmer machen sollen und es Spielern erleichtern werden, die Qualität der Diskussionen zu verbessern. Forenteilnehmer werden die Möglichkeit haben, Beiträge positiv oder negativ zu bewerten, so dass sich tolle Themen und Antworten von nicht so tollen abheben. Ein schlecht bewerteter Beitrag wird dunkler erscheinen und somit anzeigen, dass die Community nicht der Meinung ist, er trage positiv zur Diskussion bei. Das Community Team von Blizzard wird dadurch auch in der Lage sein, hoch bewertete Beiträge leichter zu finden und sich an Unterhaltungen zu beteiligen, die Spieler für gut befinden.
Zusätzlich werden individuelle Themen nach Kontext sortiert. Das bedeutet, Antworten auf einen einzelnen Beitrag werden in einer Gruppe zusammengefasst und erleichtern es Spielern, verschiedene Diskussionen unter der gleichen Überschrift zu verfolgen. Für Blizzard-Mitarbeiter fügen wir auch eine Option hinzu, wichtige Nachrichten forenweit zu versenden, um besonders wichtige Themen eindeutig und zeitnah zu kommunizieren. Desweiteren verbessern wir die Suchfunktion in den Foren, so dass interessante Themen einfacher gefunden werden können, damit weniger wiederholende Beiträge erstellt werden und haben darüber hinaus noch mehr geplant.

Mit dem Start des neuen Battle.net ist es für uns sehr wichtig, eine neue und innovative Umgebung für Online-Gaming zu schaffen, in der die soziale Interaktion im Mittelpunkt steht und die Spielern den perfekten Ort bietet, um langfristige und tiefgründige Beziehungen aufzubauen. All unsere Entscheidungen rund um das Freundschaftssystem – darunter auch diese Änderungen an den Foren – wurden mit diesem Ziel vor Augen getroffen. Bei der Gestaltung des Systems haben wir sehr viele Überlegungen angestellt – als Firma, als Spieler und als enthusiastische Nutzer der verschiedenen Kommunikationsplattformen für Onlinespiele sowie der in den vergangenen Jahren entstandenen sozialen Netzwerke. Während diese Dienste immer populärer wurden, sind auch Spieler Teil einer immer enger verbundenen, globalen Community geworden. Freundschaften lassen sich viel einfacher über große Entfernungen schließen und bei Conventions wie der GamesCom und unserer eigenen BlizzCon haben wir mit eigenen Augen gesehen, wie Spieler, die sich nie zuvor persönlich begegnet sind, bedeutungsvolle, echte Beziehungen über Grenzen und Ozeane hinweg aufgebaut haben.

Die Art und Weise, in der Spieler miteinander interagieren, entwickelt sich ständig weiter. Wir möchten sicherstellen, dass Battle.net bestens gerüstet ist, um die sich stetig verändernde soziale Erfahrung beim Spielen in den kommenden Jahren zu unterstützen.

Unter http://www.battle.net/realid/ findet ihr die Webseite zum Freundschaftssystem und die zugehörige FAQ für weitere Informationen. Wir freuen uns darauf, eure Fragen zu den kommenden Änderungen an den Foren in diesem Beitrag zu beantworten.
Quelle: Deutsches WoW-Forum
[tab:END]

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9 Kommentare

  1. Danke für die Tips!!
    Aber warum bekomm ich immer mehr ein ungutes Gefühl wenn ich an battle.net, blizz und WoW denke?
    War es vielleicht doch noch früh genug, mich von WoW und dieser ganzen „Gesellschaft“ zu verabschieden?
    Schade, dass dieses einstmals so gute (ich würde sogar sagen: fantastische) Spiel nun durch so viele negativ auffallende Veränderungen Ingame und auch drum herum (battle.net und Datenschutz) derart kaputt gemacht wurde und wird.
    R.I.P.
    Ich habe mich mit einigem Abschiedsschmerz vor ein paar Tagen von Azeroth verabschiedet wo Freunde mich 2 Jahre lang finden konnten. Aber jeden Tag wird dieser Schmerz kleiner weil ich immer mehr zu der Überzeugung komme, dass ich das Richtige getan habe.
    Grüße

  2. Irgendwie find ich den Hinweis auf die Nutzungsbedingungen bekloppt. Als Spieler hat man ja garkeine andere Wahl als auf akzeptieren zu klicken um überhaupt spielen zu können.

  3. Wenn Ihr auf die Elterliche Freigabe zugreifen wollt, müsst Ihr die eben angegebene „E-Mail-Adresse des Erziehungsberechtigten“ erneut eingeben, um auf diese einen temporären Link zu den Optionen der Elterlichen Freigabe zu erhalten.

    – Genau an dem Punkt scheitere ich: Mehrere Adressen ausprobiert, bei keiner bekomme ich ein Mail zugeschickt.

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