StarCraft2: Top oder Flop? – Klare Ansage: Top!

Ich spiele tatsächlich immer noch WoW ♥ Veröffentlicht vonImke

[singlepic=1422,200,125,right]Alles nur Hype? Alles nur perfekt durchkalkulierte Marketingstrategie? Oder doch die Erfüllung eines lang gehegten Traums? StarCraft 2 ist seit einigen Tagen das Gesprächsthema überhaupt. Kaum ein Zocker, Computerspielmagazin, Online-Portal oder Blogger, der nicht über den neuesten blizzardschen Clou redet. Aber ist all die Aufregung, das sekündliche Getwitter, die permanent wechselnden Statusmeldungen in Facebook und das lauthals in die Welt schreien von „Hell, it’s about time!“ wirklich gerechtfertigt? Lohnt es sich tatsächlich für inzwischen „nur“ noch 38 Euro, Jim Raynors Story zu erleben und zu erfahren was Kerrigan als Königin der Klingen wirklich vor hat? 

Auf diese Frage gibt es für mich derzeit nur eine einzige Antwort: JA! Ich selber war anfangs mehr als skeptisch. Zu oft habe ich es in den letzten Jahren erlebt, dass durch perfekt organisierte Marketingoffensiven, ein Spiel zu der neuesten Wunderwaffe gegen Zockerfrust und Langeweile gehyped wird. Ich ließ mich häufig durch die ausgeklügelten PR-Stretagien einlullen und sehe heute das Ergebnis in meinem Billy-Regal: Fast ein Dutzend Collectors Editions und einige noch teilweise original verschweißte normale Ausgaben. Warum sollte es bei StarCraft 2 also anders laufen?

[singlepic=1423,200,125,right]Ganz einfach: Die Liebe zum Spiel. Hört sich nach einer abgedroschenen Floskel an, die immer dann Verwendung findet, wenn man keine wirklichen Argumente hat. Aber im Fall von StarCraft 2 ist genau dieser Satz, der für mich entscheidende Faktor für einen Spielspaß, den ich schon seit sehr langer Zeit bei keinem anderen Spiel erlebt habe. Es sind die Kleinigkeiten der Kampagne rund um Jim Raynor, die mir in den ersten zwei Tagen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Der Outlaw und sein schräger Kumpel Tychus Findlay, die sich anfangs noch in einer abgeranzten Kneipe über die Geschehnisse unterhalten und dabei, passend zum ganzen Drumherum, einen Mischmasch aus Country und Elvis Presley-Schnulzen anhören. Der Nachrichtenmoderator, der seiner Kollegin ständig ins Wort fällt und sie abwürgt, sobald sie Jim Raynors Aktionen etwas Gutes abgewinnen kann. Die tanzende, halbnackte Blutelfe in der Schiffskneipe, der Werbespot zur iPistol und vor allem der Arcade-Automat mit Lost Viking. Keine Lust auf eine Kampagne, sondern nur stumpfes Geballer im 80er Jahre Stil? Kein Problem. Einfach die Spielekiste in der linken Ecke der Schiffskneipe anklicken und schon startet eine Partie Lost Viking. Allerdings nicht so, wie es Blizzard-Fans erwarten. Denn bei der SC2-Variante handelt es sich eher um eine aufgepimpte Space Invaders Variante und nicht um die Abenteuer der Wikinger Baleog, Erik und Olaf. Auch die Level 80 Elite Tauren Cheftains haben ihren Gastauftritt im Fernsehen. Ein Werbespot der inzwischen auf Stufe 800 angestiegenen WoW-Musikerkombo vermarktet ihre neueste Platte.

[singlepic=1419,200,125,right]Viele Kleinigkeiten, die für mich das große Ganze ergeben und die Pausen zwischen den ausgeklügelten Kampagnen sehr unterhaltsam machen. Man ist irgendwie ständig auf der Suche nach einer weiteren Anspielung, neuen trockenen Sprüchen der Hauptcharaktere, weiterer Infoschnipsel rund um Kerrigan und bastelt zeitgleich schon innerlich an der nächsten Kampagnenstrategie. Denn das was StarCraft ausmacht ist die enorme Vielfalt der strategischen Möglichkeiten. Manche Einheiten sind besonders gut gegen fliegende Protoss, andere hingegen optimal für einen Zerg-Angriff geeignet. Man muss immer wieder neu taktieren, Prioritäten neu setzen, Entscheidungen über den Haufen werfen und schnell seine Ideen umsetzen. Eine moderne Art von Schach. Jeder Zug kann zu Sieg oder Niederlage führen. Hört sich im ersten Moment sehr kompliziert an. Ist es aber nicht. Denn ein weiterer Bonus von StarCraft 2 ist die Verständlichkeit des Spiels. Nach nur zwei Kampagnen kennt man die wichtigsten Schritte und wird Stück für Stück mit neuen Einheiten vertraut gemacht. Man hat selten das Gefühl mit all den neuen Eindrücken überfordert zu sein. Spielerisch erweitert man seine Kenntnisse und händelt nach und nach eine ganze Armee von unterschiedlichen Truppen.

[singlepic=1420,200,125,right]Mein Fazit: Wer Strategiespiele mag und sich mit einer ordentlichen Portion blizzardschen Eigenhumor gepaart mit dem gewissen Desperados-Outlaw-Flair anfreunden kann, der sollte auf gar keinen Fall auf StarCraft 2 verzichten. Bevor Ihr Euch aber in das Liga-Getümmel begebt, solltet Ihr auf jeden Fall vorher die Kampagne gespielt haben. Denn hier werden Euch alle Grundlagen beigebracht. Außerdem ist gerade dieser Single-Player Modus mit richtig viel Herzblut programmiert worden. Und nur so am Rande, wer will nicht endlich wissen, ob Raynor und Kerrigan jemals wieder zusammenfinden. Und ja, nach über 12 Jahren ist es aber verdammt noch mal an der Zeit für den Nachfolger! Hell, it’s about time.

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9 Kommentare

  1. Hab das Spiel gestern auch installiert und mir gleich mal die halbe Nacht um die Ohren gehauen. Gerade der abwechslungsreiche Mix der Kampagnen hat mich überrascht. Es wird einem nie langweilig.

    Übrigens, ich hab noch 2 Key zu verschenken.

    1. Zu verschenken? Wieso das denn? ^^ Wieso hast du denn zuviele Keys? Nun, ich wäre allemal sehr dankbar, wenn ich eins bekommen würde. Ich über die E-Mail Adresse: steven.ok@gmx.de zu erreichen, wenn ich das Glück haben darf. Ich würde mir das Spiel zu gern kaufen, aber erstmal ist es mir finanziell nicht möglich. Schade, wirklich. :S

      Ersetzt dieses Spiel Warcraft 3?

    2. Ich glaube es geht eher um die 2 Probekeys, die bei jedem Spiel dabei sind. Testaccounts sozusagen. Damit hast Du 7 Stunden Spielzeit oder ab Aktivierung 14 Tage Zeit das Spiel zu nutzen.

    3. Würde mir auch langen, ich würde echt zu gern mal das Spiel antesten und sehen, bevor ich’s mir kauf.

  2. Du hast mit Deinem Artikel genau meine Meinung getroffen.
    Gestern nach der Arbeit installiert, heute mehr als übermüdet im Büro und immer noch in Gedanken ganz woanders. So muss es sein 😀

  3. Das Game an sich ist auf jeden sein Geld wert! Leider verkommt das Spiel zur Nebensache da sich Blizzard ja auf das neue „Weltsystem“ Battlenet eingeschossen hat. Die Kombination mit Facebook, die Real ID, die daraus folgende nicht vorhande Möglichkeit das Spiel irgendwannmal wieder weiter zu verkaufen… all das hinterlässt für mich einen sehr faden Beigeschmack!

    Ich sage das ganz klar als Blizzard Fanboy. Das social Network was hier erwzungen wird, ist in meinen Augen total fehl plaziert. Ich schaue mir das weiter an und kaufe auch weiter brav alle Blizz Produkte aber irgendwann wende ich dem ganzen den Rücken zu…. Da können die Spiele noch so toll programmiert sein.

    Mein Most wanted Game Diablo 3 wird für mich die Entscheidung bringen ob ich Blizzard treu bleibe oder nicht. Hier zeigt sich ob es nur noch ein Socialnetwork mit netten Spielchen wird oder ein Top game mit der Möglichkeit nach seinen Wünschen an einer Community teilzu nehmen.

    Kommt es zum allseits befürchteten „Hoserunter“ Network bin ich sicher raus… keine Lust das mein Chef mir beim zocken über die Schulter schaut.

    Wenn man denn das Battlnet boykotieren möchte kann man ja demnächst überhaupt kein Blizzardspiel mehr zocken….

    Momentan behelfe ich mir über die Elterliche Freigabe in der ich die Real ID für WoW gesperrt habe.

    SC 2 ist trotzdem sehr nett aber bisher leider nicht sooooho viel besser als das alte Starcraft….

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