Veröffentlicht vonKarsten

Manchmal lohnt es sich, etwas zu wagen. Ein wenig zu investieren, um am Ende einen umso größeren Ertrag zu erhalten. Diese Weisheit dürft ihr gerne in der Wirtschaft, im privatem Umfeld oder auch bei eurem Lieblingshobby nutzen. Gerade für Zocker, die mal wieder ein wenig das Retro-Feeling alter Rollenspiele schnuppern wollen und dabei auch auf die eine oder andere Komfortfunktion der heutigen Zeit verzichten können, habe ich einen…Geheimtipp ist eigentlich schon zu tief gestapelt…ein Zückerli: Legend of Grimrock.

Der Enkel von Wizadry

Das Spiel watschelt in den Fußstapfen alter Dungeon-Crawler-Klassiker der 80er-Jahre wie Wizadry, The Bard´s Tale oder Dungeon Master. Keines der Spiele habe ich damals gezockt. Ganz im Gegenteil: Wenn ich vor vielen Jahre Freunde beim Wizadry-spielen beobachtete, konnte ich nie die Faszination dieses Genre verstehen. Dennoch fand ich die Screenshots von LoG sehr nett. Zudem hatte ich mal wieder Bock auf ein Rollenspiel, in dem nicht durch zu viele Features das Spielgefühl verwässert wird und dass sich gleichzeitig schön urig anfühlt. Und letztlich war der Preis von knapp 13 Euro auch kein zu großes Hindernis für einen Spontankauf.

Weniger ist manchmal mehr

Und tatsächlich hat sich der Kauf jetzt schon gelohnt. Ja, die Steuerung ist „gewöhnungsbedürftig“. Das Wirken der Zauber ist mir zu „klickerig“. Die Karte ist hässlich. NPCs sucht man vergebens. Eine Oberwelt gibt es nicht. Die Story ist belanglos. ABER: Die Atmosphäre ist trotz mangelhafter Geschichte richtig geil, wenn man sich auf das Spiel einlässt. Die Grafik ist recht hübsch, speziell die Gegnertypen gefallen mir, auch wenn ein Dungeon natürlich nicht so viele Augenöffner bieten kann wie eine offene Welt wie in Skyrim. Die Rätsel ziehen mit jeder Ebene an und sind – zumindest bisher – abwechslungsreich und gut gebalanced. Und auch die Kämpfe spielen sich so schön anders und durchaus fordernd, weil man wirklich keinen Moment unachtsam sein darf. Schnell wird man von den Feinden umzingelt und dann kann es in Sekunden passieren, dass die Gruppe komplett eliminiert wird. Unterm Strich macht das Spiel bisher richtig viel Spaß und damit ist Legend of Grimrock für mich eine absolute Überraschung.

Bewegte Bilder und so

Und falls einige von euch ebenfalls damit hadern, das Spiel zu kaufen, weil ihr vielleicht die alten Dungeon Crawler ebenfalls nicht so prickelnd fandet oder gar nicht erst gespielt habt, dann werft einen Blick in die neueste Ausgabe von Ninjas on Tour. Ich spiele mich für euch noch einmal durch die ersten beiden Ebenen, sodass ihr euch einen Ersteindruck vom Spiel machen könnt:

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4 Kommentare

  1. Ich habe DungeonMaster damals auf meinem Atari ST geliebt… *schwärm* Stundenlang habe ich versucht Karten der einzelnen Etagen (Level) auf karierten Papier zu erstellen…

    Danke für den Tipp!

    LG
    Michael

  2. Also der Sound ist ja mal sowas von laut. Man kann doch z.B. unter Win7 problemlos im Lautstärkemixer die Lautstärke einzelner Programme einstellen. Zudem könnte man ja auch mehrspurig aufzeichnen und dann ganz leicht hinterher die Lautstärke im Schnittprogramm justieren. So ist es jedenfalls äußerst unangenehm: Dreht man auf haut es einen bei Ingamegeräuschen fast vom Stuhl – regelt man auf erträglich runter versteht man kein Wort mehr von Karsten. Nicht sehr optimal.

  3. Als alter Dungeonmaster Fan war ich sehr erfreut hier ein Review zu Grimrock zu sehen, weil ich mit dem Gedanken spiele es mir zu kaufen.
    Aber von dem Video habe ich dann nur die ersten Minuten ertragen.
    Karsten ist SEHR leise, so das ich den Ton weit hochdrehen musste.
    Als dann die Torgeräusche dazu kamen war das nicht mehr anzuhören.
    Bitte Karsten : prüft doch beim nächsten mal die Lautstärke, eventuell mit einem kurzen Probevideo.
    Bei dem Video zum Ragefire Chasm aus der WoW Beta war der ingame Ton auch lauter als Deine Stimme.
    Dadurch wird das Zuhören sehr anstrengend.

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