...hatte keine Zeit, den Podcast eher zu schneiden... Veröffentlicht vonBenny Matthiesen

Das ist schon eine lustige Geschichte mit den Kleinen. Also fangen wir ganz von vorn an: Imke und Benny erzählen vom Kinderglück , was es bedeutet, Eltern zu sein, was es heißt, keine Zeit mehr zu haben (nicht mal um diesen Podcast innerhalb von einer Woche nach der Aufnahme zu schneiden) und was es für die Kinder bedeutet, wenn Mama und Papa Videospiele mögen.

Deswegen gibt es heute auch ganz ohne viel Text oder Erklärungen direkt den NinjaCast 157 auf die Ohren. Reingehört.

[mp3] Direkter Download| [RSS] NinjaCast abonnieren | [iTunes]

Beteilige dich an der Unterhaltung

5 Kommentare

  1. Also zunächst einmal: Wir haben das genannte Buch nicht. Das mag daran liegen, dass die lieben Kleinen jetzt schon 10&14 sind. Damals war – aus nicht näher zu erläuternden Gründen – das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ angesagt. Und diverse andere. Die wenigsten haben geholfen oder wären nötig gewesen.
    Ich bin noch in der Endphase vom Studium Vater geworden. Dadurch konnte ich mit der ersten Tochter sehr viel Zeit draußen verbringen. Mit einigen befreundeten aktiven Eltern (alle gut 10 Jahre älter) haben wir die frühe Kindheit sehr Bildschirmlos gestaltet. Wenig Fernsehen (eigentlich nur KiKa und DVDs), sehr wenig Computerspiele. Wenn, dann meist diese schrecklichen dedizierten Kinder-Computer. Aber Handys und Tablets waren damals auch noch nicht so präsent, wie heute. Nichtsdestotrotz waren Handys und Bildschirme jeder Art ein Garant für sofortige Aufmerksamkeit. Freundschaften zu gleichaltrigen sind Größtenteils mangels Kindern auf deren Seite eingeschlafen. Man ist halt darauf angewiesen, dass das Gegenüber flexibel bleibt. Aber das ist ok, Lebenssituationen ändern sich. Computerspiele bleiben. Nur anders – so wie ihr es beschrieben habt. Ja, mittlerweile habe ich auch mal wieder 2-3 Stunden Abends Zeit. Aber Wochenenden? Vergesst es. Onlinespiele mit Freunden gehen nur eingeschränkt.

    Nach einem Umzug (weg aus der Großstadt) war die Devise immer: Bei gutem Wetter draußen spielen. Je älter sie werden, desto eher können sie auch allein raus. Vollzeit Arbeiten und Kinder geht meiner Erfahrung nach sehr gut, zumindest wenn einer der Eltern wenig arbeitet. Bedingung ist natürlich, dass immer zuerst die Kinder kommen – und dann der Computer (oder der Partner 😉). Dank Dauerkarte im benachbarten Freizeitpark schnell das Kind schnappen und für 1-2 Stunden Klettern, Matschen und diverse andere Dinge tun. Oder Rad fahren. Lego bauen. Was-auch-immer. Bücher – immer wieder Bücher! Das gibt dem Partner auch Zeit, mal ohne Kind zu entspannen.

    Wir haben nur eine Wii – und die ist eigentlich auch ausreichend. Die Spiele sind wirklich für fast alle tauglich. Jedes Kind hat mittlerweile auch einen New 3Ds und einige Spiele. Da kann man wenig verkehrt machen. Nintendo ist in Zeiten von Handy-Free2Play-Mist wirklich ein Fels in der Brandung. Zusätzlich gibt es einen Spieletauglichen Familienlaptop. Darauf sind ganze Minecraft-Welten entstanden, Sim-Familien wurden adoptiert und Städte in Cities: Skylines erbaut.

    Je älter die Kids werden, desto mehr spielt eine Rolle, was andere machen. Wir haben also auch mal ein MMO-Experiment mit Star Stable Online gewagt. Den Stecker mussten wir leider trotz Vollpreiszahlung für ein Lifetime-Abo ziehen – zu fies war die Manipulation des Nachwuchses im Hinblick auf Ingamekäufe von „neuen tollen Pferden“ gepaart mit Youtube-Influenza. Wir mussten kapitulieren.

    Man kann versuchen Kinder Medienkompetent erziehen und sich selber toll auskennen. Dadurch werden die Kids leider nicht immun – und sie tun auch nicht immer das richtige. Mittlerweile hat jede Tochter ein Smartphone. Das geht leider teils schon in Grundschulzeiten los. Die meisten Eltern kümmern sich kaum drum, was da passiert – aus Mangel an Zeit und/oder Interesse. Wir haben das bis in die weiterführende Schule raus gezögert. Aber Whatsapp&Co sind wirklich ein Scheunentor, um unnötigen Ballast in unser aller Leben zu spülen. Und was einige Apps unter „Kindertauglichen Inhalten“ verstehen ist schlicht eine Frechheit.

    Insgesamt sind Kinder vor allem sehr verschieden. Meine haben Spaß an Computerspielen. Sie bringen aber nicht dauerhaft diese Begeisterung mit, die ich verspüre. Wenn, dann oft phasenweise.

    Für eure noch sehr jungen Kinder habe ich (neben dem üblichen Schlafmangel) eigentlich nur eine Erfahrung wirklich bei beiden Kids gemacht: Die meisten Dinge in diesem Alter stellen eine Phase da. Sie kommen, und sie gehen. Oft von allein. Das ist oft toll, vor allem wenn es ums Nachts aufwachen oder Trotzphasen geht. Leider gilt das auch oft für Sachen, die man selber super findet. Beispiel: Früher wurde Gemüse mit Begeisterung gemampft. Ja, sogar Süßigkeiten vorgezogen! Heute… nunja.
    Also Kopf hoch – es wird sich alles ändern! Dauernd! 😉

    1. Wow, vielen Dank für den Einblick!

      Dass bei Kindern alles in Phasen passiert, haben wir auch feststellen müssen. Derzeit werden bei uns nur noch Nudeln gegessen. Mit Kartoffeln (egal wie) müssen wir gar nicht mehr ankommen. Das war mal anders. Was die Süßigkeiten angeht: Wir haben es tatsächlich geschafft, dass in 20 Monaten noch nicht einmal etwas Süßes (abseits von Obst) gegessen wurde. Bislang verlangt sie auch nicht nach Eis/Keksen etc., weil sie es gar nicht kennt. Die Großeltern gucken uns immer böse an, wenn wir am Kaffeetisch sagen: „Sie muss doch jetzt kein Stück Kuchen essen. Guck mal, wie vergnügt sie an der gefrorenen Erdbeere lutscht.“

      Was die Mediennutzung angeht, gehe ich schwer davon aus, dass wir irgendwann auch lockerer werden. Im Moment ist es einfach, die wenige Zeit (durch zeitiges Zubettgehen und Mittagsschlaf) anders zu nutzen.

      Und leider musste ich die Erfahrung mit Freunden auch machen. In meinem Freundeskreis bin ich der Einzige mit Kind. (gut, einer hat jetzt 2 Stiefkinder, aber der hat leider sein Leben zu 100 % umgekrempelt und ist der Meinung, dass er Freunde nicht braucht, wenn er Familie hat)
      Der Rest lebt weiter sein freies Leben. Aber glücklicherweise haben wir Skype. Einmal pro Woche (fast jede Woche) habe ich einen Abend mit Freunden. Wir sehen uns zwar nicht, aber können quatschen und Monster in MHW jagen.

      Und seit letztem Jahr haben wir auch wieder mit DnD angefangen und ziehen es seitdem recht erfolgreich durch, dass wir uns einen Samstag im Monat treffen. Dieses WE hatte ich den Fehler gemacht, dass wir Whiskey (als Teil der Zwergenexpedition) dabei hatten. Und was ein echter GM ist, der spielt die NSCs natürlich korrekt. Blöd nur, wenn man erst 3 Uhr zuhause ist und um 6:30 Uhr jemand mit Papa spielen will. Immerhin habe ich gelernt, dass man gar nicht so viel Schlaf braucht, um trotzdem für das Kind da zu sein – auch wenn der Schädel brummt und jedes Geräusch wie eine 20 mit dem Kriegshammer dröhnt.

  2. Dieser Cast kommt für mich zur richtigen Zeit. Bei uns ist auch ein Kind unterwegs, unser erstes. Und während meine Frau zwar hier und da ein bisschen was auf der Switch oder dem DS spielt, geht es mir wie euch: ich bin mit Spielen aufgewachsen und sie waren immer Teil meines Lebens und mein größtes Hobby.

    Ich mache mir nichts vor: ich habe keine Ahnung wie es wird wenn der Kleine in acht Wochen auf die Welt kommt. Und trotz aller Berichte (z.B. der Cast) bin ich optimistisch, dass ich weiterhin zumindest ein wenig Zeit haben werde um zu spielen. Was auch daran liegt, dass meine Frau und ich möglichst lange in Karenz bleiben und das Arbeiten auf ein Minimum runterdampfen werden. So der Plan, der – jede Wette – nicht neu und unglaublich naiv ist. Aber hey, bei uns wird alles anders und es wird flutschen, was bei Millionen anderen nicht so easy fuktioniert hat wie gedacht! 😉

    Der „Vorteil“ bei mir ist, dass gemeinsames Online-Zocken mit Freunden schon vorher eingeschlafen ist. Ich bin von Deutschland nach Österreich gezogen, das Interesse an Spielen ist bei einigen nicht mehr so stark wie vorher und wenn, spielt jeder was anderes – und Kinder kamen bei einem Kandidaten auch dazu. Insofern wird sich was das betrifft nicht viel ändern. Aber was ich so raushöre, ist online spielen mit Kind ja ohnehin das, wovon man träumen kann, es aber niemals erreichen wird.

    Ich finde es jedenfalls spannend zu lesen und zu hören, wie es anderen Spielern in ihrer Lebens- oder vielmehr Kind-Phase geht. Und ich mache mir tatsächlich jetzt schon Gedanken darüber, wie wir es mit dem Thema Videospielen bei unserem Sohn halten werden. Und unweigerlich landen wir da auch beim Thema Bildschirm/Smartphone allgemein. Zum Glück sind meine Frau und ich uns einig, ähnlich wie Benny, mit eiserner Hand jeglichen Zugang zu dem Teufelswerk möglichst lange zu unterbinden. 😉 Und wenn das nicht mehr klappt (Danke, Gesellschaft!), werden wir uns zusammen mit dem Kind näher damit beschäftigen. Da bin ich sehr dankbar, dass meine Frau als Grundschullehrerin mit nun fast zehn Jahren Berufserfahrung pädagogisch schon einiges drauf hat und ich sicher einiges von ihr lernen kann.

    Und ja, das klingt alles schrecklich alt. Ich bin 35 aber ich habe wirklich das Gefühl, die Zeit ist irgendwo mit Anfang 20 stehen geblieben. Bin mir noch unsicher, ob das gut oder schlecht ist. Was aber sicher ist: auf dem Papier und für unsere Kinder sind wir wohl wirklich „die Alten“ – insofern dürfen wir uns auch so benehmen. Ganz ohne schlechtes Gewissen. 😛

    1. Das wird sicher anstrengend, aber eine tolle Zeit. Ich kann nur empfehlen, Videos zu machen und regelmäßig zu sichern. Wir haben echt ein tolles Archiv – damals noch mit einer echten HD-Kamera angelegt. Es gibt so schöne/lustige Momente… (und man vergisst doch so viel)!

      Und Computerspielen schafft man ja schon noch. Zwar anfangs nicht mehr so viel, aber auch diese Zeit geht vorbei. Heute spiele ich manchmal sogar wieder Mini-LANs mit Nachbarvätern – allerdings reichen uns da 2-3 Stunden Starcraft oder Unreal Tournament meist aus 😉

      Und 25 bin ich gefühlt auch schon 12 Jahre lang…

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.